Die Sinnfrage (1)

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Die Antwort der modernen Gesellschaft auf die Frage “Woher kommen wir?” lautet: “Nach dem Urknall und innerhalb von Millionen von Jahren ist Leben entstanden. Dieses Leben hat sich durch Evolution soweit entwickelt, dass wir heute diese Vielfalt an Pflanzen und Tieren sowie den Menschen haben.” Da hinter dieser Theorie und Philosophie des Ursprungs des Lebens und des Menschen keine Absicht eines Schöpfers steht und zu erkennen ist, der Mensch vielmehr ein Produkt des Zufalls ist, kann hieraus auch kein Lebenssinn abgeleitet werden. Die Lebensspanne des Menschen ist von Geburt und Tod bestimmt. Mit dem Tod ist es vorbei – einfach alles zu Ende! Daher konzentriert sich der moderne Mensch vor allem auf das Heute, auf das Leben in der Gegenwart, auf das Materielle und Sichtbare. Da die Lebenszeit begrenzt ist, gilt es in der verbleibenden Lebenszeit so viel wie möglich zu erleben und vom Leben “mitzunehmen”.

Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.

(Jesaja 22, 13)

Die Bibel bringt diese moderne Lebensphilosophie in diesem einem Satz auf den Punkt. Da der Text schon einige tausend Jahre alt ist, ist er ein gutes Beispiel dafür, dass manche Gedanken und Einstellungen, die wir heute für “neu und modern” halten, in Wirklichkeit schon “kalter Kaffee” sind. Die Bibel behält an dieser Stelle den Durchblick: Es gibt nicht wirklich etwas Neues!

… es geschieht nichts Neues unter der Sonne.  Geschieht etwas, von dem man sagen könnte: »Sieh, das ist neu!« – Es ist längst zuvor auch geschehen in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.

(Prediger 1, 9b – 10)

Trotz der heute vorherrschenden Lebensphilosophie sind viele Menschen auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Die Sehnsucht danach geht durch alle gesellschaftliche Schichten und die Angebote, diese Sehnsüchte zu stillen, sind vielfältig. Sie reichen von klassischer Philosophie, traditionellen Religionen und tradierten Lebensentwürfen hin zu ganz neuen und ungewöhnlichen Lebensphilosophien und Weltsichten. Aus diesem reichhaltigen Angebot kann sich jeder heute sein individuelles Konzept wie aus einem Baukasten heraussuchen.

Der israelische König Salomo, ein wichtiger Autor des Alten Testament, schrieb bereits vor etwa 3.000 Jahren den untenstehenden Text im Buch “Prediger”. Damit erklärt die Bibel diese Sehnsucht und die Ahnung des Menschen, dass das Leben mehr ist, als nur das zeitlich begrenzte biologische Dasein zwischen Geburt und Tod.

… auch hat er [Gott] die Ewigkeit in ihr Herz gelegt …

(Prediger 3, 11)

Die Evolutionstheorie, so müssen wir nochmals festhalten, hat auf die Sinnfrage der Menschen keine Antwort. Für sie ist das Leben und die menschliche Existenz sinnlos, weil sie einfach nur die logische Folge des evolutionären Prinzips sind.

Spannend ist nun die Frage: “Was hat die Bibel hierzu zu sagen? Kann Sie uns eine gute und zufriedenstellende Antwort auf die Sinnfrage geben?” Hiermit werden wir uns in einem der nächsten Beiträge beschäftigen.

Alle Bibelverse zitiert aus: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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