Hoffnungsloser Fall?

Lesezeit: 4 Minuten

Bleib kein Verlierer!

Starten wir unseren Lebensweg direkt auf der Gewinnerstraße? Nein, die Bibel ist hier sehr klar und deutlich: Wir haben von Beginn an alle ein dickes Problem. Gibt es Hoffnung? Ja, auf jeden Fall!

Eine niederschmetternde Information

Die Rebellion des ersten Menschen gegen Gott hatte gemäß der Bibel desaströse Auswirkungen. Die Sünde Adams, so beschreibt es die Bibel ausführlich, kam auf alle Menschen der nachfolgenden Generationen bis in unsere heutige Zeit (vgl. zum Beispiel Römerbrief 5, 12 – 19). Dies wird als “die Erbsünde” bezeichnet.

Genau genommen ist es also nicht so, dass ich in einem Status der “Neutralität” auf die Welt komme und ich mich dann im weiteren Verlauf entweder für oder gegen Gott entscheide. Nein, der Mensch steht von Anfang an zunächst auf verlorenem Posten. Seine Perspektive ist – und dafür braucht er gar nichts tun – die ewige Hölle (vgl. zum Beispiel Offenbarung 20, 11- 15).

Unser Start

Die Bibel unterscheidet nur zwei Gruppen von Menschen. Die, die zu Gott gehören und die, die nicht zu ihm gehören. Und wenn wir geboren werden, dann stehen wir eben nicht automatisch auf der richtigen Seite.

Markant ist es, dass Gottes Wort die Menschen, die nicht zu ihm gehören, als Gottes Feinde (vgl. z. B. Römer 5, 10; Kolosser 1, 21) oder Kinder des Ungehorsams (vgl. Epheser 2, 2; Kolosser 3, 6) bezeichnet.

Und als solche stehen sie nicht unter der Liebe, sondern unter dem Zorn Gottes  – sie sind “Kinder des Zorns von Natur” (Epheser 2, 3; vgl. auch wieder Kolosser 3, 6 sowie Johannes 3, 36).

Dies ist natürlich keine populäre Botschaft. Damit stößt die Bibel an. Und das ist auch ein Grund dafür, dass selbst innerhalb der christlichen Kirche diese biblischen Aussagen manches Mal ausgelassen und nicht erwähnt werden.

Verständlich, dass man geneigt ist, die “hässliche” Seite der biblischen Botschaft zu vermeiden, um sich dann ganz auf die gute Nachricht, auf die Liebe Gottes für und zu den Menschen, konzentrieren zu können.

Dennoch Hoffnung!

Die komplette Nachricht ist jedoch zweifelsohne die gewaltigste, erstaunlichste Botschaft überhaupt! Wir stehen einerseits unter dem Zorn Gottes, sind getrennt von ihm und haben nur eine Perspektive: die Qual der ewigen Hölle.

Andererseits hat uns Gott aber noch nicht aufgegeben. Warum? Weil er uns geschaffen hat und weil er etwas aus und mit uns machen möchte. Hört sich das irgendwie verrückt an? Ja, wahrscheinlich. Das ist atemberaubend!

Gott, wer ist das?

Wer ist dieser Gott? Kann man ihn begreifen? Nein, wir können das nicht. Das heißt, wir könnten das nicht, wenn er sich uns nicht in seinem Wort, der Bibel, selbst vorgestellt und offenbart hätte.

Bisher hat ihn niemand gesehen! Und dennoch sind ihm viele begegnet. Er ist unbegreifbar. Trotzdem haben ihm viele vertraut. Keiner weiß, was er gerade in diesem Moment vorhat. Und dennoch leben Unzählige ihr Leben mit ihm.

Wer ist dieser Gott, an den die Christen glauben? Wie kannst du zuverlässig etwas über ihn erfahren? Und wie kannst du dieser Sache mit Gott auf den Grund gehen? Ist das alles nur eine nette Geschichte, eine Einbildung für Sentimentale, eine Droge, eine Fälschung, Betrug?

Aus und vorbei?

Das sind alles wichtige, berechtigte Fragen. Warum? Weil es entweder so ist, wie es uns die Gesellschaft weismachen will: Mit dem Tod ist alles vorbei. Also lass uns einfach Spaß haben, Essen und Trinken, das Leben genießen bis die Balken krachen, alles mitnehmen, was geht. Und dann “Game over”, alles ist vorbei, finito – wir sagen nicht “Auf Wiedersehen!”, sondern “rien ne va plus”, das heißt “Nichts geht mehr”.

Oder aber es gibt mehr. Mein Leben ist kein Zufall! Es hat einen Sinn. Für hier und jetzt. Und es gibt auch noch eine Perspektive über den Tod hinaus. Es ist doch etwas dran an diesem Gott.

Wenn das so ist, muss ich zusehen, dass ich die Abfahrt nicht verpasse und in der Sackgasse lande. Dann muss mein Name in das Buch des Lebens, das in der Bibel beschrieben wird (vgl. Offenbarung 20, 12 + 15), kommen! Denn ansonsten wird es wohl wirklich schrecklich. Hölle – das hört sich irgendwie nach Mittelalter an. Aber wenn das stimmt …

Gottes Auftreten …

In der Bibel fängt Gott nicht an, Beweise aufzulisten oder zu argumentieren, dass er existiert. Es gibt keine Theorie, die dann versucht wird, zu belegen. Nein, Gott kommt sofort zu Sache, er beginnt direkt mit dem ganz großen Auftritt. Er ist derjenige, der Himmel und Erde, das ganze Universum, das Leben, Pflanzen, Tiere, Vögel, Fische und den Menschen in sechs 24-Stunden-Tagen erschafft. Er ist der Schöpfer. Und das ist nicht sein Angebot – sondern das ist seine Behauptung. Keine Theorie, sondern gemäß der Bibel Fakt. Glaube es, vertraue drauf oder lass es. Was für eine Ansage!

… und sein Wesen …

Er ist der Allmächtige, der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Allwissende, Gott ist der Ewige, er lebt nicht in der Zeit, sondern steht über der Zeit. Er hat keinen Anfang und kein Ende. Gott ist unbegreifbar, kein Mensch hat ihn je gesehen (vgl. Johannes 1, 18 und 1. Johannesbrief 4, 12). Er ist immer derselbe, er verändert sich nicht. Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis (1. Johannesbrief 1, 5). Er ist rein, erträgt keine Sünde. Das Böse ist ihm ein Gräuel und bleibt nicht ohne Konsequenzen.

Gott ist gerecht – und seine Gerechtigkeit ist eine andere als die, die wir mit diesem Begriff in Verbindung bringen. Gott steht über allem und jedem. Niemand ist ihm gleich. Er ist heilig und souverän. Keiner kann ihm vorschreiben, was er zu tun hat. Er hat alles unter Kontrolle, ist gleichzeitig überall. Gott hält die Welt und uns in seinen Händen. Er wacht darüber und erhält sie.

… sind unermesslich.

Gott ist unendlich größer als wir es je begreifen werden und erfassen können. Und trotzdem ist er nicht ein anonymer, ein entfernter Gott, der sich nicht für die Menschen interessiert. Nein, er ist an jedem Menschen interessiert. Er ist einerseits zornig über das Böse und die Schuld der Menschen. Andererseits ist Gott voller Liebe und liebt die Menschen. Er ist gnädig, barmherzig, treu, langmütig und geduldig. Gott vergibt gerne.

So beschreibt die Bibel Gott. Und diese wenigen Zeilen sind nur ein Ausschnitt dessen, was in der Bibel über ihn gesagt wird. Das alles und noch viel mehr können wir, du und ich, dort über ihn nachlesen.

So präsentiert sich Gott. Sein Auftritt …

Was nun?

Die Inhalte dieses Beitrages sind teilweise ziemlich heftig und “echt starker Tobak”.

Hoffentlich ist aber dabei eines klar geworden: Es ist wichtig – ich würde sogar sagen “lebenswichtig” – sich mit der Frage nach Gott zu beschäftigen. Dazu möchte ich dich einladen.

Bibelverse zitiert aus: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart


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Über den Autor:

Torsten Ratschat, gebo­ren 1967, ist leitender Angestell­ter in der Stahl­industrie. Er ist verhei­ratet und hat 3 erwach­sene Kinder.

„Allein die Tatsache, dass Gott durch die Bibel zu uns spricht, sollte uns motivieren neugierig zu werden und uns mit ihr zu beschäftigen.“

„Gott will, dass dein Leben gelingt! Dies zu entdecken wird das Beste sein, was dir je passieren kann!“

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