Warum Jesus?

Lesezeit: 3 Minuten

Die Evangelien enthalten viele wunderbare Geschichten über Jesus. Und alleine diese Berichte sollten auch den Letzten auf dieser Welt überzeugen, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist. Das tun sie aber offensichtlich nicht. Die Menschen ignorieren Jesus Christus jedenfalls weiterhin massenhaft und leben ihr Leben ohne auch nur einen Gedanken an ihn zu verschwenden.

Warum das so ist, habe ich bereits an anderen Stellen hinreichend erläutert, greife dies aber trotzdem in aller Kürze gerne noch einmal auf. Eigentlich kann man es beinahe in einem Satz sagen: Die Menschen wollen und können nicht glauben.

Eine der Geschichten, die mich schon immer in besonderer Weise berührt hat, steht im 9. Kapitel des Matthäus-Evangelium. Einige Männer bringen einen Gelähmten zu Jesus. Da er nicht laufen kann, tragen sie ihn auf einer Tragbahre. Sie haben die feste Erwartung, dass Jesus ihn heilen will, kann und wird. Das sieht Jesus und ist beeindruckt. Dann sagt Jesus zu dem Gelähmten:

Du brauchst dich nicht zu fürchten, mein Sohn! Deine Sünden sind dir vergeben.“ (Matthäus 9, 2)

Was für gewaltige Sätze! Jesus spricht hier das wichtigste Problem an. Die ganze Welt hat Angst und fürchtet sich. Rein äußerlich sieht das vielleicht bei vielen Menschen ganz anders aus. Sie scheinen nur vor Kraft und Selbstbewusstsein zu strotzen. Ihre ganze Haltung sagt: „Ich scheue niemanden. Mir kann keiner etwas anhaben.“

In Wirklichkeit, hinter der Fassade, hat jedoch jeder Mensch mindestens einen schwachen Punkt, der ihm Sorge bereitet und ihn manche Nacht in seinen Träumen quält. Viele von uns werden quasi angetrieben von ihren Ängsten. Von der Angst vor Krankheiten, von der Furcht vor den Eltern, vor dem Ehepartners, vor den eigenen Kindern, vor den Arbeitskollegen, dem Chef oder anderen Leuten. Wir haben Angst vor der Klimaveränderung, dem Älterwerden oder vor drohender Arbeitslosigkeit. Manche entwickeln regelrecht Phobien gegen alles mögliche. Oder wir fürchten uns vor der Zukunft und jedem neuen Tag. Oft haben wir Panik davor zu versagen. Und meistens steckt hinter alle dem das tiefe Bedürfnis, das in uns hinein gepflanzt wurde: Wir wollen angenommen sein, wir wollen uns geliebt und sicher fühlen.

Diese Annahme, Liebe und Sicherheit, die wir so dringend brauchen, kann uns jedoch niemand geben. Zumindest nicht dauerhaft. Wir Menschen sind dazu einfach nicht in der Lage. An irgend einem Punkt werden wir den anderen enttäuschen. Das passiert auch in den besten Ehen und Familien.

Darüber hinaus bekommen wir auch ein weiteres großes Problem nicht in den Griff: Die Tatsache, dass wir alle Sünder sind, eine sündige Natur haben. Sünde ist das, was uns von Gott, dem heiligen, gerechten und allmächtigen Schöpfer, trennt. Niemand kann sich davon freisprechen. Die Heilige Schrift sagt:

„Gott schaut vom Himmel herab auf die Menschen. Er möchte sehen, ob es einen unter ihnen gibt, der verständig ist, einen, der nach Gott fragt. (4)Doch alle sind vom richtigen Weg abgewichen, sie sind durch und durch verdorben. Keiner handelt so, wie es gut wäre, nicht ein Einziger.“ (Psalm 53, 3 f.)

Und der Apostel Paulus greift dies im Römerbrief auf1 und arbeitet das im Detail in den ersten drei Kapiteln heraus. Niemand von uns ist ohne Sünde.

Dazu kommt, dass sich kein Mensch aus eigener Kraft aus diesem Netz der Schuld und Sünde, das uns immer weiter umgarnen und gefangen nehmen will, befreien kann. Und – auch wenn wir Gottes Wort nicht kennen sollten – spüren wir doch tief in uns drin alle, dass der Sünde Sold, d. h. die Strafe für die Sünde, der Tod ist.2

Und genau in diese Not, in unsere Not hinein, spricht Jesus diese gewaltigen Worte, die ich hier gerne noch einmal wiederhole:

Du brauchst dich nicht zu fürchten, mein Sohn! Deine Sünden sind dir vergeben.“ (Matthäus 9, 2)

Diese einmaligen und wunderbaren Worte gelten nicht nur dem Gelähmten damals, sie gelten auch dir und mir heute. Kannst du das fassen? Jesus Christus, der Sohn Gottes, ja Gott selbst sagt diese Worte zu dir. Er kennt dich ganz genau. Er weiß um deine persönliche Situation, deine Nöte, deine Ängste. Und ja, er kennt auch dein Versagen, deine Schuld und deine Sünde ganz genau. Und trotzdem oder gerade deswegen bietet er dir Vergebung an.

Befreiung vor Angst und Furcht, Vergebung von Schuld und Sünde, Rettung vor Tod und Hölle – ist es nicht das, was jeder von uns braucht?

Jesus Christus ist der Einzige, der uns das geben kann. Er hat die Vollmacht dazu.3 Und nur er! An keiner anderen Stelle und bei keiner anderen Person können wir das bekommen. Niemals.

Jesus hat damals diesen Gelähmten geheilt. Weil er barmherzig ist und diesem Mann helfen wollte. Aber auch um klar zu machen, dass er diese göttliche Vollmacht, Sünden zu vergeben, tatsächlich hat. Er möchte auch dich heil machen. Was hindert dich zu ihm zu kommen?


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Bibelverse zitiert aus:
Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung – Neues Testament und Psalmen
Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

1 vgl. Römer 3, 10 ff.
2 vgl. Römer 6, 23
3 vgl. Matthäus 9, 6


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Über den Autor:

Torsten Ratschat, gebo­ren 1967, ist leitender Angestell­ter in der Stahl­industrie. Er ist verhei­ratet und hat 3 erwach­sene Kinder.

„Gottes Plan beinhaltet, dass mit unbekannten Leuten an unwichtigen Plätzen zu belanglosen Zeiten etwas ganz Großartiges und Wunderbares geschieht.“

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Eine Antwort

  1. Günter Romer sagt:

    Hallo Torsten,
    wir brauchen alle ein Leitbild, um das Leben bestehen zu können und um die eigene Endlichkeit annehmen zu können.

    Christus ist für mich der glaubwürdigste Mensch, den uns unser Vater im Himmel geschenkt hat.

    Andere Religionsstifter haben uns die Augen geöffnet, dass wir auch für das Gute kämpfen müssen. Manchmal mit Waffen um nicht dem Teufel die Macht zu überlassen. Es müssen nur die richtigen sein und vor allem wie wir sie einsetzen.

    Was ist nun richtig, die andere Hälfte der Backe hinzuhalten oder sich wehrhaft zu erweisen?

    Ich denke beides! Ich glaube das kommt auf die Situation an. Ein deutliches Nein reicht manchmal dazu aus.

    Das lehrt uns die Geschichte. Dabei denke ich an die angeblichen Gotteskrieger des IS.

    Solange wir nicht wissen wofür wir sind, können wir nicht für das Gute kämpfen. Nicht weil wir nicht glauben oder glauben wollen. Nein! Der Glaube ist ein Geschenk. Dieser bedarf eigener Erfahrungen und dazu gehört das Leben mit allen Eindrücken und Spuren die das Leben uns zufügt.

    Ohne eigener Erfahrungen sind Worte der Bibel nur ein Leitfaden.

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