Die Geburt Jesu

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„Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist un­ter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kom­men, der in Is­rael Herr sei, dessen Ausgang von An­fang und von Ewig­keit her gewesen ist.“
(Micha 5, 1)

Von Nazareth nach Bethlehem

Maria und Josef leben in Nazareth, einer Stadt in Gali­läa. Der Messias soll jedoch nach einer alten Pro­phezeiung des Propheten Micha aus dem 8. Jahrhun­dert vor Christus aus Bethlehem, der Stadt des Kö­nigs David, kommen. Die­se beiden Orte liegen etwa 111 km Luftlinie auseinander. Interessant sind die Umstände, die Maria und Josef nach Bethlehem füh­ren.1

Israel steht zu dieser Zeit unter der Herrschaft der Römer und ist Teil des römischen Weltrei­ches. Auf Anordnung des römischen Kaisers Augustus wird in Judäa eine Volkszählung durchgeführt. Hierzu müssen sich die Menschen in ihre jeweiligen Her­kunftsorte bege­ben und sich dort in Listen eintra­gen. Maria und Josef stammen aus der Familie des Königs David. Daher müssen sie in die Heimatstadt Davids, nach Bethlehem, kommen.

Für die hoch­schwangere Maria ist diese mehrtägige, weite Reise zu Fuß bzw. auf einem Esel sehr beschwerlich. Als sie in Bethlehem ankommen, sind sie sehr müde. Da viele Auswärtige angereist sind, um sich in die Lis­ten für die Volkszählung einzuschreiben, ist in den Gasthäusern des Ortes kein Platz für sie. So finden sie schließlich nur noch eine Unterkunft in einem Stall. Hier bringt Maria unter armseligen Bedingun­gen ihren Sohn zur Welt.

Himmlische Heerscharen

In der Nacht der Geburt Jesu halten Hir­ten in der Nähe von Bethlehem Wache über ihre Herde. Sie er­leben einen Engel sowie eine Menge himmlischer Heerscharen, die ih­nen die Geburt des Christus, des Messias, des Retters ver­künden. Diese Geburt soll in der Stadt Davids (= Bethle­hem) stattgefunden ha­ben. Als die Hirten dem nachgehen, finden sie Maria und Josef und das Kind in der Krippe. Be­geistert erzählen sie daraufhin, was sie bei ihren Herden erlebt und von dem Engel gehört haben.

Zur Vertiefung

  1. Was waren aus deiner Sicht die außergewöhnli­chen Umstände der Geburt Jesu (Lukas 2, 1 – 20)? Was sagt dies über Gott und sein Handeln aus?
  2. Was beeindruckt die Hirten auf dem Feld und ver­anlasst sie, nach dem neugeborenen Kind zu su­chen?
  3. Was spricht dich an dieser Geschichte an?

1 vgl. Lukas 2, 1 – 20

Bibelverse zitiert aus: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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