Einmalig

Lesezeit: 4 Minuten

Darauf wäre wohl keiner von uns gekommen. Gott hat es sich jedoch nicht nur ausgedacht, sondern auch umgesetzt!

Photo by Gary Ellis on Unsplash

Konzeptlos

Ehrlich gesagt bin ich jedes Mal selbst gespannt wie ein Flitzebogen, wenn ich mir mein Notebook schnappe und anfange zu schreiben. Wie wird der nächste Artikel wer­den? Wozu wird er führen?

Das geht mir insbesondere bei dieser Serie so. Viel­leicht erinnert du dich noch daran, dass sie auf dem Bei­fahrersitz entstanden ist, als wir uns zu unserer diesjähri­gen Sommerreise aufmachten.

Ich staune darüber, was bisher bereits daraus entstan­den ist: So viele ganz unterschiedliche Themen und Arti­kel! Das war mitnichten geplant und ich empfinde das als ein Geschenk!

Trotz aller Verschiedenheit drehen sie sich alle um den 1. Petrusbrief und – das ist viel wichtiger – um diesen einen wahren und lebendigen Gott, der alles er­schaffen hat und der möchte, dass unser Leben ein Leben ist, das sich lohnt.

Lebenspraxis

Vor einiger Zeit kam ich dann an diese Stelle, in der es heißt „Seid heilig!“ und an der ich angekündigt hatte, dass es nicht bei einer abgehobenen Darstellung dieser Auffor­derung bleiben, sondern ganz praktisch werden wür­de.

Seitdem sind noch ein paar weitere Beiträge dazu er­schienen, allerdings hat es mich mehr Kraft, Gedanken und Zeit gekostet, um weiter voranzukommen.

Wenn ich es mir recht überlege, ist das aber auch nicht weiter schlimm. Schließlich ist diese Aufforderung heilig zu sein oder zu leben etwas, was uns unser ganzes Leben be­gleiten und prägen sollte. Darum ist es, finde ich, absolut richtig, sich Zeit zu nehmen, um darüber nachzudenken. Das ist sicher eine gute Investition. Denn letztlich geht es ja darum, dass unser Dasein hier auf der Erde gute Früch­te tragen und – ich sagte es bereits an anderer Stelle – eine Ewigkeitswirkung haben sollte.

Lernfelder

Um das gut hinzubekommen ist es unverzichtbar, dass wir eine gute Ausrüstung erhalten und immer weiter dazu lernen. Wie wichtig das Gebet, also der Austausch und die Kommunikation mit Gott, sowie das Lesen und Hören von Gottes Wort ist, hatten wir bereits behandelt.

Was aber ist sonst noch wichtig?

Diese Frage hat mich heute umgetrieben und mich nicht mehr losgelassen. Und sie hat mich zu drei Worten geführt, die zunächst ganz unscheinbar in dem Text auf­tauchen, die aber doch so immens wichtig sind. Sie lau­ten: Kommt zu ihm …“ (1. Petrus 2, 4).

Christus allein

Um wen geht es dabei? Von wem wird hier gespro­chen? Wenn wir uns den Kontext anschauen, kommt hier nur einer in Frage: Jesus Christus.

Natürlich! Das hätte ich mir auch sofort denken kön­nen. Den Apostel Petrus lässt das einfach nicht los. Schau doch noch einmal in das erste Kapitel seines Briefes rein. Wie oft er doch Jesus dort erwähnt und dabei wieder und wieder seinen Titel „Christus“, das heißt „der Gesalb­te“, der „Messias“ hinzufügt!

Nur durch IHN können Menschen gerettet werden. Ist es da nicht logisch, dass auch ER es ist, zu dem wir als Christen immer wieder kommen sollen? Ja, in der Tat, ge­nauso ist es! Warum können wir das nicht oft genug beto­nen? Und warum macht sich der Apostel Petrus die Mühe, das im Anschluss an diesen Aufruf so ausführlich zu erläu­tern?1

Wer den Unterschied macht

Überlege doch mal: Jesus Christus ist der, der den Un­terschied macht! Haben wir Menschen nicht bereits nahe­zu unendlich viele verschiedene Versuche unternommen, um zu Gott zu gelangen?

Darin waren wir wirklich sehr erfinderisch. Es würde viele Bücherregale füllen, alle diese verschiedenen Ansät­ze näher zu erläutern. Und doch waren und sind diese Be­mühungen alle vergeblich. Warum? Weil sie menschliche Erfindungen sind.

Das, was sich Gott zu unserer Rettung ausgedacht hat, konnte sich kein Mensch vorher vorstellen oder erahnen. Und sein großer Plan hat mit Weihnachten zu tun: Imma­nuel – Gott mit uns. Nicht „der Mensch wird Gott“, sondern „Gott wird Mensch“!

Jesus Christus ist dieser Immanuel, den Gott schon durch den Propheten Jesaja hunderte Jahre vor seiner Ge­burt in einem Stall ankündigen lies.2

Nun ist dieser Christus nicht nur der, der unsere Schuld und Sünde auf sich genommen hat und uns den Zugang zu Gott ermöglicht. Nein! ER ist auch der Garant dafür, dass wir als Christen die täglichen Herausforderungen be­wältigen und tatsächlich ein heiliges Leben führen können.

Und genau deswegen wendet der Apostel Petrus diese Mühe auf, diese wunderbare Person und seinen heiligen Namen immer wieder zu erwähnen und zu erklären.

Ein besonderer Stein

Dabei bedient er sich an dieser Stelle eines bereits aus dem alten Testament bekannten Bildes: dem Eckstein.3

Ihn hat Gott ausgewählt, das heißt Gott selbst hat es so gewollt.4 Auf Jesus Christus ist und wird alles aufgebaut. Ohne ihn bricht jedes Lebenskonstrukt zusammen, ohne ihn ist alles nichts. Doch mit ihm ist nichts alles! Deswe­gen ist dieser Eckstein so unendlich wertvoll!

Oh, wenn die Menschen das doch begreifen und ergrei­fen könnten! Doch selbst wir Christen können das ja kaum. Und das, was wir verstanden haben, vergessen wir so oft. So sind wir eben …

Deswegen ist es richtig und so wichtig, dass uns Gottes Wort immer wieder daran erinnert, dazu ermutigt und er­mahnt: „Kommt zu ihm!“


Kennst du schon die Serie “entdeckt.“? Mit diesem Beitrag fängt sie an:


1 vgl. 1. Petrus 2, 4 – 10
2 vgl. Jesaja 7, 14; Matthäus 1,23
3 vgl. Psalm 118, 22; Jesaja 28, 16
4 vgl. 1. Petrus 2, 4

Bibelverse zitiert aus:
Neue Genfer Übersetzung – Neues Testament und Psalmen
Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft

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Über den Autor:

Torsten Ratschat, gebo­ren 1967, ist leitender Angestell­ter in der Stahl­industrie. Er ist verhei­ratet und hat 3 erwach­sene Kinder.

„Gottes Plan beinhaltet, dass mit unbekannten Leuten an unwichtigen Plätzen zu belanglosen Zeiten etwas ganz Großartiges und Wunderbares geschieht.“

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