ÜBERLEBT! (1) – Das Schlachtfeld

Lesezeit: 3 Minuten

Neue Mini-Serie

Wir beginnen heute die Mini-Serie “ÜBERLEBT!”. Darin geht es um die Beschreibung des Schlachtfeldes des Lebens, wie wir uns auf Kämpfe vorbereiten können und welche Kraft uns dafür zur Verfügung steht.

„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.“ (1. Ti­motheus 6, 12)

Leider können wir manche geistliche Wahrheiten, die wir bereits gelernt haben, im Trubel und unter der Last unse­res Alltags nicht immer praktisch anwenden. Das Le­ben in dieser Welt ist für uns als Christen nach wie vor al­les andere als ein ge­mütlicher Spazier­gang. Es besteht keinesfalls nur aus Mo­menten der Leichtig­keit. Manches ist – nachdem wir zum Glauben gekommen sind – sogar vielleicht noch schwie­riger geworden. Es gibt Wi­derstände, Hinder­nisse und Kämpfe. Wie können wir diese überwinden und bestehen?

Das Schlachtfeld des Lebens

Hier ist zunächst eine kurze Be­schreibung des „Schlachtfeldes des Lebens“:1

(1) Dein altes ICH

Denke daran: Trotz Wiedergeburt bzw. Neuschöp­fung sind wir als Christen weit davon entfernt vollkommen zu sein. Obwohl das neue Leben in und mit Christus immer mehr Raum in dir gewinnen will, melden sich die alten, schlechten Gewohnheiten und persönlichen Schwächen. Die früheren Be­dürfnisse und Gelüste wollen den Platz in deinem Leben be­haupten und nicht kampflos preisgeben. Obwohl du als Christ von der Herrschaft und den bitteren Kon­sequenzen der Sünde befreit wurdest, bist du den­noch auch weiterhin in der Lage zu sündigen und wirst den All­tag nicht sündlos bewältigen können. Wie gut, dass du im­mer wieder mit deinem Versagen im Gebet zu Jesus kom­men kannst und er dir gerne vergibt!2

Das erste heiß umkämpfte Schlachtfeld befindet sich also im Inneren des Christen. Der Feind deines neuen Le­bens als Christ bist du selbst – genauer ge­sagt dein altes Ich!

(2) Die Welt

Durch Christus bist du eine neue Kreatur, eine neue Schöpfung. Das Problem ist nur: Die Welt um dich herum hat sich nicht geändert! Die weltlichen Maßstäbe, deine Familie, deine Freunde, deine Be­ziehungen, dein Arbeits­platz oder dein Alltag – all das ist immer noch unverän­dert. Alles ist noch ge­nauso mehr oder weniger gottlos wie vorher. Die An­sprüche und Erwartungen, die von dieser Seite an dich gestellt werden, sind demnach ebenfalls gleich geblieben. Dein Umfeld wird dich also weiterhin überwiegend in andere, also in nicht-christliche Richtungen und Beschäftigungen drängen und ziehen wollen.

Sobald die Welt um dich herum mitbe­kommt, dass du Christ geworden bist, sind theore­tisch alle möglichen Re­aktionen, von freudiger Zu­stimmung bis feindseliger Ab­lehnung, denkbar. Auf jeden Fall solltest du mit Unver­ständnis, Ableh­nung, Verach­tung und An­feindungen rech­nen. Hinzu kommen die viel­fältigen Ablen­kungen, Versu­chungen, Sorgen, Nöte und Probleme, die diese Welt so­wieso für dich bereit hält. Viel­fach haben „neue“ Christen schon die Vermutung geäu­ßert, dass der Druck auf sie von dieser Seite nicht zufällig, sondern allein deswegen so groß geworden ist, weil sie Chris­ten gewor­den sind.

(3) Der Teufel

Der Teufel oder Satan ist der Feind Gottes. Sein Ziel ist es Gott, die Werke Gottes und alles was mit Gott zusam­menhängt zu schädigen und bestenfalls zu zerstö­ren. Sei­ne Aufmerksamkeit zielt nur insofern auf ungläubi­ge Men­schen, als dass er sie sicher in ihrem gottlosen Zu­stand weiß und/oder er sie für seine bösen Absichten missbrau­chen kann. Sobald aber ein Mensch anfängt, sich für Gott zu in­teressieren oder ein Mensch zum Glauben kommt, versucht er alles, um dem entgegen zu wirken. Christen stehen auf der Seite Gottes. Daher wird der Teu­fel keine Gelegenheit auslassen, um sie anzugrei­fen. Er tut das manches Mal frontal und leicht er­kennbar. Häufig aber geht er, wie bei Eva im Garten Eden, mit List, Tücke und Intrige vor.3 Er greift uns nicht nur in der sichtbaren Welt an. Nein, er ist auch in der Lage, Menschen auf der Ebene der Gedanken und Ge­fühle zu attackieren, um sie aus der Bahn zu werden.

Zur Vertiefung

  1. Was ist unter dem „alten Ich“ zu verstehen? Inwie­fern gibt es damit Schwierigkeiten?
  2. Warum kannst du als Christ Probleme bekom­men, die du vorher, das heißt als du noch kein Christ warst, gar nicht kanntest?
  3. Womit hast du im Alltag zu kämpfen? Be­schreibe dein persönliches „Schlachtfeld“. An welchen Stel­len hast du den Eindruck, dass die Welt gegen dich ist? Wie gehst du damit um?

1 vgl. Ratschat, Torsten (2018): Als Gott das Licht an­machte. Einblick ins Christentum. Auflage 1.01. Ko­blenz. Seite 153 ff.
2 vgl. 1. Johannes 1, 9
3 vgl. auch Epheser 6, 11 und Apg. 13, 10

Bibelverse zitiert aus: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

[Auszug aus dem Buch “Gefunden! Glauben. Leben. Hoffnung.” siehe auch bibelesewelt.de/buecher/ ]


Die anderen Beiträge dieser Mini-Serie findest du hier:
(2) Überlebt! – Die Vorbereitung
(3) Überlebt! – Kraft und Mittel

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