aus Gnade

Lesezeit: 3 Minuten

Hier ist ein weiterer kleiner Artikel aus der Serie “Echt!”, in der es um den super-wichtigen Bibelabschnitt in Epheser 2, 1 – 10 geht. Heute schauen wir uns die Motivation Gottes an: Warum hat Gott sich eigentlich so um uns bemüht und gekümmert?

Photo by Ben White on Unsplash

„… aus Gnade seid ihr gerettet …“ (Epheserbrief 2, 5)

„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glau­ben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es …“
(Epheserbrief 2, 8)

völlig ahnungslos

Warum hat Gott sich eigentlich überhaupt noch um die Menschen gekümmert und sich um sie be­müht?

Bevor die Epheser zum Glauben gekommen waren, waren sie nicht besser als alle anderen Hei­den und Ungläubigen. Sie wussten nichts von Gott. Sie hatten auch kein Interesse an ihm. Ihnen war weder bewusst, dass sie eine Rettung be­nötigten, noch, dass es eine Rettung gab. Ihr geistlich to­ter Zustand war ihnen nicht bekannt.

Und wenn sie je­mand darauf angesprochen hätte, hätten sie diese Wahr­heit wohl auch nicht akzeptiert. Wie sie gelebt haben, war für sie völlig in Ordnung. Sie wollten kei­ne Veränderung. Vor allem wollten sie niemanden, der ihnen ein schlechtes Gewissen machen und sie bevormunden würde. Nein, kei­ner sollte sich in ihre Angelegenheiten einmischen. Schon gar nicht Gott, der ihnen die Augen für ihre Verlorenheit öffnen wür­de.

Wissen und Wollen

Und so ist es mit den Ungläubigen immer gewesen und wird es immer sein. Sie sind verloren und verdienen den Zorn und die ewige Strafe Gottes. Die Leute dieser Welt fra­gen nicht nach Erret­tung. Sie wollen sie nicht. Und sie wis­sen nicht, was sie wirklich brauchen.

Insofern gibt es auch keinen Ansatzpunkt in ih­nen selbst, der sich Gott auf­drängt und ihm eine gute Be­gründung dafür liefert, sich ih­nen zuzuwenden.

unendlich gütig

Warum hat Gott also – trotz alledem – gehandelt? Weil Gott reich ist an Barmherzigkeit!1

Die Begrün­dung liegt nicht im Menschen. Es sind nicht unsere vermeintlich gu­ten Eigenschaften oder Taten. Keinesfalls!

Es liegt an dem We­sen Gottes. Es ist in seinem Cha­rakter begründet. Er hat – trotz allem – ein Herz für uns, die wir arm und be­dürftig sind. Es ist alles we­gen „seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat“.2 Diese Liebe können wir nicht be­greifen. Es ist eine Liebe, die ihren Ursprung in Gott selbst hat.

Nicht unsere Schönheit, unsere Klugheit, unse­re Tugend, unsere Werke oder unser Charakter sind der Grund dafür, dass sich Gott uns zugewendet hat. Es gibt nichts an uns und in uns, was diese Liebe bei Gott für uns ausge­löst und er­weckt hat.

aus Gott

Nein, es ist alles aus Gott. Es ist die große, göttliche Liebe, mit der er uns liebt. Um seiner selbst wil­len. Für seine Ehre. Um allen, al­len Geschöpfen der Erde und der ganzen Himmels­welt, seine ganze Größe und Er­habenheit zu zeigen. Unsere Rettung und unser neues Le­ben als Nachfol­ger Christi dient zum Nachweis und Lob seiner Herr­lichkeit.3

für Gott

Wir betrachten häufig die Welt, uns selbst und das Evangelium, die gute Nachricht, aus unserer Sicht heraus. Wir interessieren uns dafür, was dies alles für uns zu be­deuten hat. Rein subjektiv und ichbezogen.

Der Apostel Paulus macht je­doch den Ephesern klar: Es geht um Gott! Sei­ne Größe und Herrlich­keit sind das Entscheidende! Es geht letztlich um seine Ge­rechtigkeit und Ehre!

… zu unserem Heil

„Aus Gnade seid ihr er­rettet!“, schreibt er. „Der Reichtum von Gottes Gnade und Güte ge­gen euch ist überschwänglich!“4 Ihr habt es nicht ge­sucht. Ihr habt es nicht verdient.

Doch ER hat euch die Ret­tung und damit Leben, neues Leben aus Gna­de ge­schenkt. Unverdient, bedingungslos, aus Gna­de, umsonst!

Ist das nicht ganz wunderbar?


Die anderen Beiträge der Serie “Echt!” findest du hier:

vorherige:
Sünde und Tod
Was mich frisst!
Kinder des Zorns
Lebendig
erleuchtet

nachfolgende:
Glauben und Werke
Sein Werk, unsere Aufgabe
Ein perfekter Plan

Wenn du wissen möchtest, was die Wieder- oder Neugeburt ist oder was es mit dem Christsein auf sich hat, dann sieh dir doch mal den folgenden Artikel und die Links dazu an: NeuGeboren


Zur Vertiefung

  1. Hast du Probleme damit, etwas Wertvolles einfach so geschenkt zu bekommen oder von einem Frem­den ein Geschenk zu erhalten? Wenn ja, warum?
  2. Was beinhaltet Gottes Gnade, Barmherzigkeit und Liebe? Was erstaunt oder begeistert dich daran? Inwiefern ist Gottes Liebe größer als ein Mensch jemals lieben kann?
  3. Warum geht es Gott bei aller Zuwendung zu den Menschen auch um seine eigene Größe und Herr­lichkeit?

1 vgl. Epheserbrief 2, 4
2 vgl. ebenda
3 vgl. Epheserbrief 1, 6 + 14
4 vgl. Epheserbrief 2, 7

Bibelverse zitiert aus: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

[Auszug aus dem Buch “Gefunden! Glauben. Leben. Hoffnung.” siehe auch bibelesewelt.de/buecher/ ]


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Über den Autor:

Torsten Ratschat, gebo­ren 1967, ist leitender Angestell­ter in der Stahl­industrie. Er ist verhei­ratet und hat 3 erwach­sene Kinder.

„Allein die Tatsache, dass Gott durch die Bibel zu uns spricht, sollte uns motivieren neugierig zu werden und uns mit ihr zu beschäftigen.“

„Gott will, dass dein Leben gelingt! Dies zu entdecken wird das Beste sein, was dir je passieren kann!“

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Eine Antwort

  1. Günter Romer sagt:

    Kein Ungläubiger verdient den Zorn und die Strafe Gottes. Blödsinn! Ungläubige bedürfen gerade der Liebe Gottes. Die Gläubigen wissen um das Geschenk der Liebe, und können diese deshalb ohne Bedingung weiter schenken. Ob die Liebe fruchtet, liegt nicht alleine in der Hand des Gläubigen.
    Gott straft nicht! Er lässt allenfalls zu was der Ungläubige durch sein eigenes Denken und Handeln verursacht. Die Liebe Gottes wird das alles geduldig ertragen, weil ihm jeder Mensch wichtig ist und Gott niemanden verlieren will. Manchmal bedarf es der Strafe. Aber, einer Strafe aus Liebe. Wird die Strafe als Geschenk erkannt kann das viel Gutes bewirken. Manch Heiliger war zuvor ein großer Sünder. Nelson Mandela und Mutter Theresa sind für mich Beispiele unserer Zeit.

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